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ARBEITSKREIS ENERGIE

Der Arbeitskreis „Energie“ ist ein Verbund von Unternehmen der Energiebranche und Wirtschaftsverbänden.
So vielschichtig wie das Thema sind auch die teilnehmenden Unternehmen. So sind neben Energieversorgern die ganz Großen des Windenergieanlagenbaus, aber auch der innovative Mittelstand vertreten. Die Wachstumsregion Ems-Achse übernimmt mit dem Arbeitskreis Energie und seinen vielfältigen Aufgaben Verantwortung für den Klimaschutz vor Ort. Getreu dem Motto "Energiekosten senken - ein wirtschaftlicher Weg zum Klimaschutz" ist die Steigerung der Energieeffizienz in den Unternehmen das Schlüsselthema des Arbeitskreises. Mit der Energieeffizienz-Resolution der Ems-Achse im April 2008 hat alles begonnen. Doch was bedeutet nun Energieeffizienz?

Häufig genug wird die Frage nach der Bedeutung von Energieeffizienz mit der eher schlichten Antwort „wir müssen Energie sparen“ gleichgesetzt. Doch dies entspricht nicht dem Selbstverständnis der AK-Mitglieder „Energie“:

Nach Überzeugung des AK-Vorsitzenden Karl-Heinz Bakenhus, Leiter der Wirtschaftsförderung des Landkreises Aurich, kann Energieeffizienz nur für eine umweltfreundliche Energiegewinnung, wirkungsvolle Umwandlung und sorgsame sowie rationelle Nutzung von Energie in allen Bereichen stehen. Dabei muss es im Kern um die Verbesserung des Verhältnisses von eingesetzter zu tatsächlich nutzbar gemachter Energie, dem Wirkungsgrad, gehen. Zudem ist Energieeffizienz immer mit einer spezifischen Senkung des Energieverbrauchs gekoppelt. Im Kern geht es um Klimaschutz, Ressourcenschonung und damit auch um Wirtschaftlichkeit. Oder anders ausgedrückt: Energieeffizienz bringt das Ende der Verschwendung! Nach dem Fraunhofer Institut für System- und Innovationsforschung könnten mit wirtschaftlichen Maßnahmen allein bei kleinen und mittleren Unternehmen über einen Zeitraum von fünf Jahren Energiekosten von über 100 Mio. Euro pro Jahr eingespart werden, wenn ungefähr jedes siebte Unternehmen Maßnahmen zur Realisierung seiner wirtschaftlichen Einsparpotenziale ergreifen würde.

Der AK “Energie“ hat sich zum Ziel gesetzt, das große Energieeffizienz-Potenzial der Ems-Achse gewinnbringend für die Unternehmen in der Region zu realisieren. Als Motor dieser Entwicklung hat der Ak „Energie“ bereits mehrere Großprojekte erfolgreich auf den Weg gebracht:


Energieeffizienz-Resolution

Vor dem Hintergrund der Endlichkeit fossiler Energieträger bei gleichzeitig weltweit steigender Energienachfrage steht die Energieversorgung vor neuen Herausforderungen. Deshalb müssen neue Energieerzeugungsanlagen den modernsten technischen Anforderungen entsprechen. Dazu gilt es, die Energieeffizienz zu steigern und die regenerative Energieerzeugung auszubauen.

Die Partner in der Wachstumsregion Ems-Achse erkennen diese große Chance für die hiesige Wirtschaft und begreifen den Sektor Energie als einen Schwerpunkt ihrer Wirtschaftspolitik. Gleichzeitig sind sie sich ihrer umweltpolitischen Verantwortung bewusst...
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Energieeffizienz-Wettbewerb

Unter dem Motto "Energiekosten senken - ein wirtschaftlicher Weg zum Klimaschutz" hat die Wachstumsregion Ems-Achse den Energieeffizienz-Preis 2010 unter der Verantwortlichkeit des Landkreises Aurich ausgelobt. Im Sinne der Kriterien

  • Innovation hinsichtlich der eingesetzten Technik,
  • aber auch hinsichtlich der Vorgehensweise / Mitarbeitermotivation
  • und Übertragbarkeit auf andere Unternehmen

konnten drei Hauptpreise und zwei Sonderpreise an Betriebe und Bildungseinrichtungen vergeben werden. Auf Grund des großen Interesses der regionalen Wirtschaft soll der Energieeffizienz-Wettbewerb zukünftig auf das gesamte Ems-Dollart-Gebiet ausgedehnt werden.

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The very first Energy Efficiency Award went to Onno Behrens GmbH & Co. KG in Norden. CEO Christian Abrams (second from right) received the award from (from left to right) District Administrator Walter Theuerkauf, Prime Minister Christian Wulff and Chairman of the Board of Ems-Achse, Manfred Wendt.
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Nachhaltige Energie Niederlande / Deutschland (NEND)

Im Frühjahr dieses Jahres hat der INTERREG-Lenkungsausschuss der Ems Dollart Region das Projekt "Nachhaltige Energien Niederlande Deutschland" (NEND) genehmigt. Schwerpunkt des Projekts ist die nachhaltige Nutzung und Entwicklung erneuerbarer Energie-Ressourcen. Mit insgesamt vier Themenschwerpunkten wollen die deutschen und niederländischen Partner dem Klimawandel trotzen. Dabei stehen Energieeffizienz, innovative Gebäudekonzepte zur Förderung des nachhaltigen Bauens, Energieerzeugung aus nachwachsenden Rohstoffen und Photovoltaik ganz oben auf der Agenda. Dazu kommt der enge Schulterschluss mit der regionalen Wirtschaft. Der Landkreis Aurich hat im Rahmen dieses Projektes das Climate Center North gegründet. Zudem hat der Landkreis die Verantwortung für den Themenbereich „Energieeffizienz“ für das gesamte NEND-Projekt übernommen.

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Climate Center North

Mit dem Climate Center North wird eine strategische Plattform mit breiter Kompetenz im Energiebereich geschaffen. Ausgehend von der Erfassung und Aufbereitung von Forschungsergebnissen über die Energieberatung bis hin zur Prävention gegen den Fachkräftemangel im Energiesektor wird das Klimaschutzzentrum Energieeffizienzmaßnahmen für KMU`s mit regionalen Partnern realisieren. Als zentraler Bestandteil dieser Strategie wird ein innovatives Unternehmernetzwerk mit dem Schwerpunkt „Energie“ aufgebaut.
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Hansa Energy Corridor (HEC)

Das Thema Energie hat im niederländischen / deutschen Grenz- und Küstenraum eine durchgreifende Dynamik entwickelt. Es hat sich gezeigt, dass sowohl die Nordniederlande als auch Nordwest-Deutschland über ein umfangreiches Know-how im wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Sinne im Energiesektor verfügen. Beide Regionen haben den festen Willen sich zur europäischen Energieregion gemeinsam weiterzuentwickeln. Gestützt auf den bereits bestehenden regionalen Clustern, Energy Valley auf niederländischer Seite, dem Oldenburger Energie Cluster (OLEC) und der Ems-Achse sowie den regionalen wissenschaftlichen Einrichtungen wird mit dem EDR-Projekt „Hansa Energy Corridor“ (HEC) eine grenzüberschreitende Energie-Plattform aufgebaut. Zudem sollen durch HEC die regionalen Chancen auf eine EU-Förderung auch nach 2012 erhöht werden, da mit der neuen Förderperiode ab 2013 die Ansprüche an eine grenzüberschreitende, regionale Kooperation steigen werden.

Grundlegende Strukturen sowie acht Schwerpunktthemen konnten bereits erfolgreich im Projekt
verankert werden:

1) Windenergie
2) Erneuerbare Energien / Erdgas / Balancing / Speichertechnologien
3) Saubere Mobilität
4) Solarenergie / Photovoltiak / Blue Energy
5) Smart Grids / ICT
6) Bioenergie / Biomasse
7) Rechtliche und europäische Energiefragen
8) CO2 Speicherung

Jedes Thema soll in Workshops mit der regionalen Wirtschaft abgestimmt werden. Eine weitere Ausarbeitung bzw. Umsetzung eines Themas erfolgt nur, wenn sich interessierte Unternehmen auch an der Finanzierung der Maßnahmen beteiligen.

Arbeitskreis Energie


Landkreis Aurich
Karl-Heinz Bakenhus



			

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