Mit dem Job-Bus einen Blick über die Grenze wagen

Gruppenfoto bei der Bünting Unternehmensgruppe

96 niederländische Schüler machten sich von ihrer Schule in Assen auf den Weg nach Leer (Ostfriesland) um einen Einblick in deutsche Unternehmen und die deutsche Geschäftskultur zu erhalten. Die Schüler folgen am Drenthe College einer schulischen Ausbildung im Bereich Wirtschaft und Dienstleistung, zum Beispiel Kaufmann/-frau im Einzelhandel, Kaufmann/-frau für Bürokommunikation oder Fachkraft für Marketing und Kommunikation.

Jeweils zwei Gruppen fuhren zur Bünting Unternehmensgruppe in das Besucherzentrum nach Nortmoor. Durch Hermann Janssen wurde den Schülern die Unternehmensgruppe abwechslungsreich vorgestellt. Sie erfuhren Wissenswertes über die Entstehung, die Entwicklung sowie die Vertriebsgesellschaften des familiengeführten Unternehmens. Danach erhielten die Schüler einen Einblick in die Teeproduktion und fuhren mit dem Bünting-Express über das Firmengelände in das Logistikzentrum. Zum Abschluss gab es für die niederländischen Schüler dann noch eine original ostfriesische Teezeremonie mit hausgemachtem Apfelkuchen.

Eine dritte Schülergruppe fuhr zum multi Süd um im Ostfriesland Center einmal hinter die Kulissen zu schauen. Inhaber Matthias Brahms erklärte in einer Präsentation die Entstehung und Geschichte des familiengeführten Unternehmens. Im Anschluss daran wurden die Schüler von ihm und Marktleiter Thorsten Fröhling durch das Center geführt. Von der Ladenstraße ging es in den Markt, durch das Lager zur Leergutannahme. Außerdem erhielen die Schüler praktische Einblicke in die Autowerkstatt und den Fachmarkt Auto & Rad. Insgesamt viel den Schülern auf, dass die Ladenfläche im Markt geordneter und klarer definiert ist als in den niederländischen Märkten.

„Aus allen Job-Bussen ziehen wir ein positives Resümee. Wir haben einerseits den Schülern gezeigt, welche Chancen sie auf dem deutschen Arbeitsmarkt haben und andererseits den Unternehmen aufgezeigt, dass sich ein Blick über die Grenze bei der Personalsuche lohnen kann.“, so Projektleiterin Jule Tirrel von der Wachstumsregion Ems-Achse e.V.

Das Projekt „PraktiTrans“ wird mit Unterstützung der Ems Dollart Region im Rahmen des INTERREG V A-Programms Deutschland-Nederland mit Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) und dem Ministerie van Economische Zaken en Klimaat, der Niedersächsischen Ministerium für Bundes- und Europaangelegenheiten und Regionale Entwicklung sowie den Provinzen Groningen, Drenthe und Fryslân kofinanziert. Lead Partner in diesem Projekt ist die Wachstumsregion Ems-Achse e.V., weitere Partner sind der Landkreis Emsland, der Landkreis Leer, das Noorderpoort College, die UWV Emmen, sowie das Rijnland Instituut, ein Zusammenschluss aus dem Alfa-college, dem Drenthe College und der NHL Stenden Hochschule.

 

PraktiTrans: Im Rahmen des EDR-Dachprojektes „Arbeitsmarkt Nord“ hat die Ems-Achse im Juli 2016 zusammen mit verschiedenen deutschen und niederländischen Partnern das Projekt „PraktiTrans“ mit einer Laufzeit bis Dezember 2018 gestartet. Die Partner auf deutscher Seite sind neben der Wachstumsregion Ems-Achse der Landkreis Leer und der Landkreis Emsland sowie auf niederländischer Seite die UWV Emmen, das Noorderpoort College und das Rijnland Instituut. Gemeinsam mit diesen Partnern soll die Transparenz über Ausbildungsmöglichkeiten im Nachbarland verbessert werden sowie ein Bewusstsein für die Potenziale des gemeinsamen Arbeitsmarktes geschaffen werden.

Mehr unter http://www.emsachse.de/projekte/praktitrans.html

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