Regionales Fachkräftebündnis Ems-Achse

Der demografische Wandel stellt insbesondere ländlich strukturierte Regionen wie entlang der „Ems-Achse“ von Ostfriesland über das Emsland bis in die Grafschaft Bentheim vor große Herausforderungen. Das Durchschnittsalter der Bevölkerung wird weiter steigen, junge Menschen wandern oft in die Ballungsräume ab. Dadurch droht ein Mangel an qualifizierten Fachkräften und gefährdet die Wettbewerbs- und Innovationsfähigkeit unserer überwiegend klein- und mittelständischen Unternehmen. Gleichzeitig bestehen Chance und Notwendigkeit, am Arbeitsmarkt bisher benachteiligte Menschen betriebsnah zu qualifizieren und in das Berufsleben zu integrieren. Der Erwerbsanteil der Frauen (auch in Führungspositionen) ist zu steigern, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist zu verbessern. Es kommt darauf an, alle Fachkräftepotenziale sinnvoll zu nutzen.

Das regionale Fachkräftebündnis Ems-Achse versteht sich als Teil der Fachkräfteinitiative Niedersachsen und stimmt mit den grundsätzlichen Zielen der landesweiten Initiative überein. Auch entlang der Ems-Achse sind stabile Arbeitsverhältnisse und gute Arbeitsbedingungen ein Schlüssel zur Fachkräftesicherung und spielen eine zentrale Rolle für die langfristige Bindung vorhandener Fachkräfte sowie für die Nachwuchsgewinnung bzw. Rückgewinnung.

Das Fachkräftebündnis Ems-Achse setzt sich zum Ziel:

  • gemeinsam gute Arbeitsbedingungen und die Ordnung des Arbeitsmarktes zu fördern,
  • die hohe Bedeutung von Tarifbindung und Sozialpartnerschaft zu betonen und
  • Transparenz über Fachkräftemaßnahmen zu fördern und Synergien zu bilden.

Weiterhin ist es wichtig, die Attraktivität der Region und ihrer Unternehmen für Fachkräfte zu steigern und besser zu vermarkten, um auch auswärtige Fachkräfte (aus dem In- und Ausland) zu gewinnen.

Die Bündnispartner verständigen sich insbesondere auf folgende fünf Handlungsfelder zur Erreichung der gesteckten Ziele:

  • Bildungsabwanderung verringern
  • Frauenerwerbstätigkeit / Vereinbarkeit Familien und Beruf fördern
  • Langzeitarbeitslose / 50plus in Beschäftigung bringen
  • duale Ausbildung stärken
  • Migranten / auswärtige Fachkräfte gewinnen

Die genannten Ziele sind in dem hier vorgestellten Handlungskonzept detailliert beschrieben.

Die Abstimmung grundsätzlicher und strategischer Fragen sowie über Anträge erfolgt im Konsens innerhalb einer Steuerungsgruppe, die alle beteiligten Gruppen des Bündnisses abdeckt. Die Begleitung und Umsetzung der strukturellen Maßnahmen soll durch Projektgruppen erfolgen, für die die Bündnispartner je nach Thema entsprechende Experten als Teilnehmer/-innen benennen können. Weiter-/Bildungsträger erhalten in Kürze die Möglichkeit sich mit Konzepten zur Qualifizierung von Arbeitslosen und zur Weiterbildung von Beschäftigen beim Bündnis zu bewerben. Weitere Informationen folgen in Kürze.

Die Bündnispartner stellen sicher, dass unterstützte und geförderte Maßnahmen…

…dem regionalen Bedarf und den festgelegten Handlungsfeldern folgen,

…nicht zu Doppelstrukturen und Dubletten führen,

…sich der Förderung guter Ausbildungs- und Arbeitsbedingungen verpflichten.

Das Regionale Fachkräftebündnis Ems-Achse ruft Weiterbildungsträger und Bildungseinrichtungen dazu auf, Projektvorschläge für Qualifizierungs- und Weiterbildungsprojekte einzureichen. Weitere Infos gibt es hier.

Partner des Regionalen Fachkräftebündnis Ems-Achse