Beruf mit Zukunft

Fachkraft für Abwassertechnik bei der Samtgemeinde Werlte

Seit drei Jahren ist Ulrich Konen bei der Samtgemeinde Werlte tätig. Er absolvierte eine Ausbildung zur Fachkraft für Abwassertechnik, mittlerweile ist er festangestellt. Wir haben mit ihm darüber gesprochen, wieso sein jetziger Arbeitgeber bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz sein Favorit war, wie sein Arbeitsalltag aussieht und was für ihn das Leben im Emsland ausmacht.

Herr Konen, wie kam es dazu, dass Sie sich für eine Ausbildung zur Fachkraft für Abwassertechnik entschieden?
Ehrlich gesagt war der erste Impuls ein Zufall: Meine Eltern sind auf eine Zeitungsanzeige gestoßen. Daraufhin habe ich festgestellt, dass dieser Beruf optimal zu den Fächern passte, die mich in der Schule interessierten, nämlich Chemie, andere Naturwissenschaften und Mathematik. Der Bewerbungsprozess bei der Samtgemeinde lief dann richtig gut. Ich hatte zwar auch noch andere Bewerbungen offen, aber mir war spätestens nach dem Gespräch klar: Wenn ich kann, fange ich hier an. Dass sich die Kollegen dann so schnell zurückgemeldet haben, hat mir ein gutes Gefühl gegeben. Die Nähe zur Heimat war ein weiteres Argument, aber vor allem erschien mir das Berufsbild am spannendsten. Es ist ein Beruf mit Zukunft.

Können Sie das kurz erklären?
Einfach weil es Kläranlagen immer geben wird. Menschen werden immer Trinkwasser brauchen und Abwasser „produzieren“, also braucht es Leute, die sich darum kümmern. Ich muss dazu sagen, dass das im Prinzip auch ein Job für Jedermann ist. Es gibt auch viele Frauen in unserem Feld, das ist kein reiner Männerberuf. Wer sich orientieren möchte, dem kann ich ein Praktikum empfehlen.

Und was erwartet jemanden, der eine entsprechende Ausbildung anfängt?
Der schulische Teil findet in Oldenburg oder in Norden im Blockunterricht statt. Gerade für Leute, die noch nicht volljährig sind oder kein Auto haben, ist das ein Vorteil. Ich hatte damals auch ein Zimmer in Oldenburg. Der Arbeitstag auf der Kläranlage beginnt um sieben Uhr. Zuerst findet eine Teambesprechung statt, bei der wir die anfallenden Arbeiten aufteilen. Überhaupt ist der Job bei uns vor allem für Teamplayer gemacht, denn wir lösen die meisten Aufgaben in zu zweit.

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Was für Aufgaben sind das?
Einerseits analysieren wir im Labor diverse Proben, andererseits überprüfen, kontrollieren und reparieren wir die Kläranlage sowie die zugehörigen Pumpen und Anlagen. Weil es immer wieder neue Aufgaben gibt, ist der Job so vielfältig. Man lernt nie aus! Dazu gehört auch, dass man sich in Fortbildungen noch weiterbilden kann.

Möchten Sie langfristig auch im Emsland bleiben?
Ein Leben in der Großstadt plane ich auf jeden Fall nicht. Aktuell helfe ich meinen Eltern auch viel auf unserem Hof, aber mir gefällt grundsätzlich das Ländliche. Im Emsland kennt jeder jeden und es gibt viele schöne Orte, teilweise echte Geheimtipps. Und um frische Luft zu atmen, müssen wir hier nicht weit fahren. Die Idylle in meinem Heimatort Spahnharrenstätte und der Umgebung tut gut. Gleichzeitig kann man gerade auch in Werlte Wirtschaftswachstum wirklich direkt beobachten, dafür muss man nur einmal ins Industriegebiet fahren. Es ist beeindruckend zu sehen, wie aus einer kleinen Gemeinde ein echtes Wirtschaftszentrum wird.

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Ausbildung bei der Samtgemeinde Werlte
Rund 17.500 Menschen leben in der Samtgemeinde Werlte. Um sie kümmern sich mehr als 100 Mitarbeitende der Samtgemeinde in unterschiedlichsten Positionen, beispielsweise im Standesamt, beim Hoch- und Tiefbau oder auch in der Kläranlage. Jedes Jahr bildet die Samtgemeinde Verwaltungswirte aus, andere Berufe werden je nach Bedarf angeboten. Aktuelle Stellenausschreibungen finden Sie unter https://sgwerlte.de/rathaus/stellenangebote.php.

Unternehmen

Samtgemeinde Werlte

Ansprechpartner

Ludger Kewe
Marktstraße 1, 49757 Werlte

E-Mail: samtgemeinde.werlte@werlte.de
Telefon: 05951 / 201-0
Webseite: www.werlte.de

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